3 Tipps für ein reibungsloses Gruppenshooting im Cosplay

Ein Gruppenshooting mit vielen Cosplayern kann schnell unübersichtlich werden. Je mehr Personen, verschiedene Motive und unterschiedliche Posen geplant sind, desto wichtiger ist ein guter Ablauf.

Wie du dein Fotoshooting in der Gruppe von Anfang an sinnvoll planst und dafür sorgst, dass am Shootingtag möglichst wenig Zeit verloren geht, verrate ich dir in 3 Tipps.

1. Planung ist die halbe Miete

Wenn du ein Gruppenshooting planst, solltest du einige Dinge achten. Zunächst solltest du dir Gedanken über die Teilnehmer machen. Wen möchtest du dabei haben? Wer hat überhaupt Zeit? Wer wohnt zu weit weg? Ist das passende Cosplay vorhanden oder kann es rechtzeitig angefertigt werden? Und vor allem: Auf wen kannst du dich am Tag des Shootings verlassen?

Gerade bei größeren Gruppen kann eine unzuverlässige Person schnell den gesamten Ablauf durcheinanderbringen. Deshalb ist es wichtig, Teilnehmer auszuwählen, auf die du dich verlassen kannst und die zuverlässig und motiviert zum Shooting erscheinen.

Achte außerdem darauf, dass sich die Teilnehmer untereinander verstehen und es nicht von vornherein Spannungen zwischen den Teilnehmern gibt.

Natürlich brauchst du auch einen Fotografen und je nach Umfang des Shootings am besten mindestens einen Assistenten. Auch die Location muss vorab geprüft und gebucht werden.

Auf die komplette Planung möchte ich an dieser Stelle aber nicht weiter eingehen, da der Schwerpunkt dieses Beitrags auf dem Ablauf des Shootings liegt. Hast du zuverlässige und motivierte Teilnehmer sowie die wichtigsten Rahmenbedingungen geklärt, ist der erste wichtige Schritt bereits geschafft.

2. Ein Ablaufplan kann dir das Shooting retten

Nun hast du das Gruppenshooting soweit geplant, dass die wichtigsten Rahmenbedingungen geklärt sind. Theoretisch kann es jetzt losgehen, oder? Nicht ganz! Ich kann dir dringend empfehlen, einen konkreten Ablaufplan für das Shooting anzufertigen.

Gerade bei größeren Gruppen kann schnell viel Zeit verloren gehen, wenn jedes Motiv spontan geplant wird. Überlege dir deshalb bereits vorher, welche Fotos du machen möchtest und wie du die verschiedenen Motive sinnvoll miteinander verbindest.

Der Ablaufplan sollte zum Beispiel folgende Fragen beantworten:

  • Wie viele verschiedene Fotos sind geplant?

  • Wer wird auf welchem Foto zu sehen sein?
  • Wer macht welche Pose – stehend, sitzend oder liegend?
  • Wer steht neben wem?
  • Welche Fotos können direkt hintereinander fotografiert werden? (Spart Zeit)
  • Wann wird welches Foto geschossen?
  • Bei welchem Foto wird ein Assistent gebraucht?
  • Wann wird bestimmte Deko benötigt?

Die Liste kannst du natürlich beliebig erweitern. Je größer die Gruppe und je umfangreicher das Shooting, desto hilfreicher ist ein möglichst konkreter Plan.

3. Sei der Dirigent!

Nun folgt mein dritter und letzter Tipp, um dein Gruppenshooting kurz und schmerzlos über die Bühne zu bringen. Nachdem du dir einen Ablaufplan erstellt hast, kannst du bereits besser einschätzen, wie viel Zeit das Shooting ungefähr in Anspruch nehmen wird. Am Tag des Shootings hast du schließlich nur ein bestimmtes Zeitfenster, um deine geplanten Motive umzusetzen. Natürlich sollte das Ganze dabei in einem realistischen Rahmen bleiben.

Bei unserem Sailor Moon Gruppenshooting haben wir uns gegen 11 Uhr getroffen, gegen 12 Uhr mit dem Fotografieren begonnen und waren etwa gegen 16 Uhr fertig.

Ein guter Schnitt für zehn Personen, zwei große Gruppenfotos, mehrere kleinere Gruppenfotos sowie jeweils zwei Einzelfotos pro Person. Das hat Neko, die das Shooting auch organisiert hat, vor allem durch eine konsequente Organisation möglich gemacht.

Cosplayer: NekoNightmare, Huffy, Yuna Mirrorland, Latharna, Daleny, Klein WinWin, Lexy, Avena, Alice Amari, SajaLyn
Fotograf / Edit: NekoNightmare

 

Ihr Trick? Sie hat permanent darauf geachtet, dass wir uns nicht zu lange mit einem Motiv beschäftigen, dass der Ablaufplan eingehalten wird und dass alle konzentriert bleiben.

Genau das ist bei einem großen Gruppenshooting wichtig: Es muss jemand den Überblick behalten und im richtigen Moment entscheiden, wann es mit dem nächsten Motiv weitergeht.

Dazu gehört auch, klare Ansagen zu machen und die Gruppe gegebenenfalls zu dirigieren. Genau das ist mein Tipp an dich: Sei der Dirigent und gib den Ton an, wenn es nötig ist. Dabei solltest du natürlich nicht unnötig streng werden. Ein guter Ablauf und gute Laune schließen sich schließlich nicht aus.